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Gemeinsam denken, gemeinsam forschen, gemeinsam lernen. Was ist das eigentlich und worum geht es dabei?
Grundlegende Erfordernisse Teil 1 Selbsterkenntnis • Richtiges Denken geht mit Selbsterkenntnis einher. Wenn Sie sich selbst nicht verstehen, haben Sie keine Grundlage für das Denken. Ohne Selbsterkenntnis ist das, was Sie denken, nicht wahr. • Sie sind das Zentrum des Ganzen und wenn Sie sich selbst nicht verstehen, können Sie die Wirklichkeit nicht verstehen. alle aus Ojai 1945, Rede 1 Verstehen ›was ist‹ • Wahrheit ist nicht das, ›was ist‹, aber zu verstehen ›was ist‹, öffnet die Tür zur Wahrheit. Wenn Sie nicht wirklich mit Ihrem Herzen und Ihrem Verstand, mit Ihrem Denken und Ihrem Fühlen erfassen, ›was ist‹, was Sie sind, können Sie nicht verstehen, was Wahrheit ist? Jenseits der Gewalt, Kap. 9, Wahrheit • Um zu verstehen ›was ist‹, darf man nicht abgelenkt sein. Daher ist es sehr schwierig und anstrengend sich dessen gewahr zu sein, ›was ist‹, denn unser Denken selbst ist schon zu einer Ablenkung geworden. Wir wollen nicht verstehen ›was ist‹. Wir betrachten das, ›was ist‹ durch die Brille der Vorurteile, der Verurteilung oder Identifizierung. … Um zu verstehen, ›was ist‹, muss der Konflikt durch Gegensätze aufhören, denn die negative Reaktion etwas anderes werden zu wollen als das, ›was ist‹, ist eine Weigerung, zu verstehen ›was ist‹. Wenn ich Arroganz verstehen will, darf ich nicht in das Gegenteil gehen, ich darf nicht dadurch abgelenkt sein, dass ich mich bemühe, etwas zu werden oder mich bemühe, zu verstehen, ›was ist‹. … Es geht [auch] nicht darum, zu akzeptieren, ›was ist‹. Sie akzeptieren auch nicht, dass sie eine dunkle Hautfarbe haben, denn es ist eine Tatsache. Nur wenn man etwas anderes zu werden versucht, müssen Sie akzeptieren. In dem Augenblick da Sie eine Tatsache erkennen, hört sie auf von Bedeutung zu sein. Ein Geist der jedoch darauf abgerichtet ist, an die Vergangenheit oder an die Zukunft zu denken, oder darauf, in die unterschiedlichsten Richtungen wegzulaufen, kann nicht verstehen, ›was ist‹. Ohne zu verstehen, ›was ist‹, kann man aber nicht das finden, was das Wirkliche ist. Und ohne solches Verstehen hat das Leben keine Bedeutung, ist das Leben ein ständiger Kampf in dem Schmerz und Leiden weiterbestehen. … Zu verstehen, ›was ist‹, sich bewusst zu sein, ›was ist‹, offenbart außergewöhnliche Tiefen, in denen sich Wirklichkeit, Glück und Freude findet. Madras 1947, Rede 9 • Ein menschlicher Geist, der sich ernsthaft auf die psychische wie auch auf die äußere Veränderung einlässt, muss sich mit dem Problem auseinandersetzen, das der Mensch mit seinem Bewusstsein hat, mit seiner Verzweiflung, mit seinen entsetzlichen Ängsten, mit seinem Ehrgeiz, seinen Ambitionen und mit seinem Verlangen nach Erfüllung in dieser oder jener Form. Um all das zu verstehen, müssen wir damit beginnen, zu sehen, ›was ist‹. ›Was ist,‹ ist nicht nur das, was Sie vor sich sehen, sondern auch das, was darüber hinausgeht. Um zu sehen, was vor Ihnen liegt, brauchen Sie eine klare, ungetrübte und vorurteilsfreie Wahrnehmungsfähigkeit, die nicht in den Wunsch verstrickt ist, darüber hinauszugehen, sondern die einfach beobachtet. Und nicht nur beobachtet ›was ist‹, sondern auch ›was war‹ was auch zu dem gehört, ›was ist‹. Das, ›was ist‹, ist [nämlich] die Vergangenheit, ist die Gegenwart und ist die Zukunft. Das, ›was ist‹, ist also nicht statisch, es ist eine Bewegung. Und um mit der Bewegung des ›Was ist‹ Schritt zu halten, brauchen Sie einen sehr klaren, unvoreingenommenen Geist, der nichts verzerrt. Das heißt, Verzerrung entsteht in dem Augenblick, da es ein Bemühen gibt. Der Geist vermag weder zu sehen, ›was ist‹, noch kann er darüber hinausgehen, solange er in irgendeiner Weise damit beschäftigt ist, das zu verändern, ›was ist‹, oder versucht, darüber hinaus zu gehen oder es unterdrücken möchte. ›Wandel durch Einsicht‹, Teil 2, Gespräch 7
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Bearbeitung: Bernd Hollstein Letzte Änderung: |
Gemeinsam denken, gemeinsam forschen, gemeinsam lernen Textsammlung für Gesprächsgruppen:
• Thema oder Gegenstand beim gemeinsam denken, forschen und lernen
• Grundlegende Erfordernisse
• Teil 1
• Teil 2
• Teil 3
• Teil 4
• Unerlässliche Betrachtungsweisen
• Sinn und Zweck eines Gesprächs
• Anforderungen an die Teilnehmer